Full text: Urteilsbegründungen des Assessoren am Tribunal 1844 III

daß hier diebstahl und keine Unterschlagung vorliegt 
da die Ladenlasse aus der das Geld entwendet ist, 
dem Inculpati zur zugänglich, aber ihm nicht speciel 
zu seinen Vorwahren und Verwalten übergeben war, mithin 
nicht in seinem, sondern in seine Lehrherrn Besitz sey 
befund, als er das Geld sich aneignete. Sein Verholtzs 
zu dem bestohlen muß gerade verschärfend einwircken 
und seinen Jugend - er soll 17 Jahre als seyn, was nicht 
nin Mal constatirt ist - dürfte, bey denn nur anzuwendli 
nustigen Ansehes der Abbüßung 
Strafmaaß und bey der Ver¬ 
a 
ein Gefugniß hinlänglich bestehe in den seyn. Das vorbringen 
des Pumpaten, daß er nur von eine Erlaubniß des Herrn 
big zu seinen Bederfnißen Geld er die Kasse zu nehmen 
Gebrauch gemacht habe, stellt sich offenbar als eine Lüge¬ 
dar, und eben so wird die Angabe, daß er nicht die Absicht 
gehabt habe sich aus dem Gelde zu bereichnen, sondern die 
Wandverstattung auch seinen Natur von ihm beabsichtigt 
sey, auch den Umstand, daß er anfänglich, als das dann ihm die 
fendwendigen halte zur Tode stellte, das Nahme des Gelde 
bus der Casse verlangende /Fol. 1b u. 13 b hinlänglich wider 
leg 
Ich kann nur hiernach 
ad Cons. I. dam 
ebenfalls in pro confirmatorio erklären, und wird der 
Anbahrung und Kosten dem judex a quo aufzutragen 
seyn, da als Einvermögen an faculpato nicht ab actis con¬ 
pit. 
Bohlen 
165
	        

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