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Octob. 1629. 
Ehrnueste Grosachtbare hochgelarte grosgunstige 
herrn, inbesonders hieuerleßige geehrte freunde nebenst 
vnerpietung meiner freundtlichen diensten habe ich vnumb¬ 
jenglicher notthurfft nach E. A. G. durch beykommenden 
haben 
kundtschafft freundtlich zueuersehen wollen, was maßen 
ich einen meiner vnterthan Hinrich Kuhlemannen genandt 
welcher auff einen offentlichen diebstall betretten 
vndt von meinem nachparn Bartoll Barckentin gefenglich 
angenommen vndt mir vff genugsahme Caution ist in mein 
ein ziehen lassen 
gerichte abgefolget worden, wan ich dan ihr zue vor per¬ 
Notarium et testes guthlich habe verhören laßen vnd 
befunden, das er des diebstals gestendigk vndt frei hett aus 
bekandt, daruber er dan auch sehen fur etlichen Jahren 
überzeuget worden, das er mir etlich Korn diebliger 
weiße entwendet, vndt zue bestetigung seiner mich ver¬ 
muthligen bösen thaten einmahl aus der hafft gewi 
schen vndt sich ange soluiren wollen, daher ich da 
nicht anders schließen kan, den das noch mehr ubel 
thalen sein entweder fur sich alleine oder durch 
hulffe anderer bösen leute betrieben, vnd dan 
aller kundtbahren pilligkeit genes das solche ubel 
thatt andern zuem abscheit vndt exempel gepuer 
lich gestraffet werden muege, zue welchem ende 
dan die heinlige verhorung zuschnitigk sein will. 
Als gelanget hiemit an E. E. A. G. mein freundtliches
	        
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