Ein Ablaßbrief Bischof Hermanns von Kammin für 
Kloster Plötzky (1266) 
von Joachim Zdrenka 
Die Zisterziensernonnenabtei B. V. Maria und S. Maria Magdalena (Monasterium B. Marie 
genitricis dei et B. Marie Magdalene) auf dem Georgenberge zu Plötzky in der Diözese Brandenburg 
(Regierungsbezirk Magdeburg Landkreis Jerichow I/Schönebeck; Bischöfliches Amt 
Magdeburg ist vermutlich von Herzog Albrecht I von Sachsen zwischen 1220 und 1230 gestif 
tet worden. Uber die Gründung des Klosters fehlt jedoch jede unmittelbare Nachricht. In bei 
den Dotationsurkunden des Herzogs Albrecht I von Sachsen aus den Jahren 1228 und 1229 
wird von der »novella plantatio anciliarum feliciter incboata« gesprochen. Daraus ergibt sich, 
daß die Stiftung wohl in dieser Zeit erfolgte, wenn das Kloster auch erst später zur Blüte ge 
kommen ist. Nach einer späteren Urkunde aus dem Jahre 1311 war Plötzky eine Gründung der 
Herzoge von Sachsen und wohl von Albrecht I zum Gedächtnis seiner 1226 verstorbenen er 
sten Gemahlin Agnes der Herzogin von Österreich gestiftet worden. Die Schirmherrschaft 
über das Kloster stand den Herzogen von Sachsen zu 1 . 
Die Bauzeiten der Plötzkyer Klosterkirche sind nicht genau bekannt. Es ist nur bekannt, daß 
die Klostergebäude schon um die Mitte des 15. Jhs. eine größere Reparatur nötig hatten. Jeden 
falls war der Bau der Klosterkirche im Jahre 1266 noch nicht abgeschlossen. Sie war aus Plötz 
kyer Bruchstein errichtet, einschiffig, auf der Südseite mit einer Empore für die Nonnen und ei 
nem im Jahre 1725 nicht mehr vorhandenen Turm. Bemerkenswert waren in ihr der kunstvoll 
verzierte Fußboden, Wandgemälde mit neutestamentlichen Darstellungen, besonders aus der 
Geschichte Jesu, Skulpturen von Engelsgestalten und eine Reihe unter dem Dach befindlicher 
»Schalltöpfe«. Ein Marienbild, zu dessen dauernder Ausschmückung eine Stiftung erfolgte, 
wird im Jahre 1397, eine Orgel im Jahre 1419 erwähnt. Außerdem Hauptaltar (S. Mariae) hatte 
die Kirche wenigstens 3 Nebenaltäre 2 . Nach der Beschreibung Thorschmidts (1725) standen zu 
dessen Zeit noch die Mauern der Kirche und das auf kurfürstliche Veranlassung um 1678 erneu 
erte Dach 3 . Heute ist vom Kloster- und Kirchengebäude alles spurlos verschwunden, und nur 
1 J. Chr. Thorschmidt, Antiquitates Plocenses et adjunctarum Prezien et Elbenau etc., Lipsiae 1725 (Neu 
ausgabe in deutsch bearb. vonM Jordan Burg bei Magdeburg 1939); G. A .von Mülverstedt, Verzeich 
nis der in den beiden heutigen Landräthlichen Kreisen Jerichow früher und noch jetzt bestehenden Klö 
ster, Kapellen ... sowie der geistlichen Schutzpatrone der Kirchen der Kreise, in: Geschichtsblätter für 
die Staat und Land Magdeburg 2 (1867) S. 136 ff.; F. Winter, Die Cistercienser des nordöstlichen 
Deutschlands Ein Beitrag zur Kirchen- und Culturgeschichte des deutschen Mittelalters, Teil 2. Gotha 
1871, S. 92 ff.; Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen 
und angrenzender Gebiete, H. 21: Die Kreise Jerichow bearb. von E Wernicke Halle a. d. S. 1898 S. 
218 ff.; F. Curschmann Die Diözese Brandenburg Untersuchungen zur historischen Geographie und 
Verfassungsgeschichte eines ostdeutschen Kolonialbistums, Leipzig 1906, S. 295 f., 325 f., 420 f.; F. 
Bänger, Das Zisterzienserinnenkloster Plötzky Georgenberg in: G. Wentz u. F. Bänger, Das Bistum 
Brandenburg Zweiter Teil, Germania Sacra I. Abt. Die Bistümer der Kirchenprovinz Magdeburg Bd. 3 
Das Bistum Brandenburg Berlin 1941 S. 286 ff.; Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands Bd. 
11 - Provinz Sachsen-Anhalt hrsg. von. B. Schwineköper, Stuttgart 1975 S. 368. Uber Archivalien siehe 
F. Bänger, Archivalien des Klosters Plötzky an der Alten Elbe in: Archivalische Zeitschrift Bd. 42/43 
(1934) S. 73 ff.; Weitere Literatur vgl. U. Creutz Bibliographie der ehemaligen Klöster und Stifte im 
Bereich des Bistums Berlin des Bischöflichen Amtes Schwerin und angrenzender Gebiete, in: Studien 
zur Katholischen Bistums- und Klostergeschichte Bd. 26 (1983) S. 251 ff. 
2 Beschreibende Darstellung S. 220 und F. Bünger, Das Zisterzienserinnenkloster S. 301. 
3 J. Chr. Thorschmidt (wie Anm. 1) S. 38. 
46 
585 NZ 30431-71/74 
Universitätsbibliothek Greifswald 

    

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