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Full text: Neue Folge Band 66 (1980)

585 NZ 30431-63/66 
Universitätsbibliothek Greifswald 
C Besetzung der 18 Kossätenstellen in Heinrichswalde 1757: 
1. Johann Jacob Schnurr, Stiefsohn von Johann Lauffer 
2. Johann Hubb (Hupp) aus der Pfalz 
3. Christian Köchle, Sohn von Michael Köchle 
4. Franz Rieß, Sohn von Philipp Rieß 
5. Christian Grabert der Schulmeister, Mecklenburger 
6. Andreas Kemcke, Mecklenburger 
7. Friedrich Arndt Mecklenburger 
8. Philipp Rieß, Schwabe 
9. Samuel Nagel Mecklenburger 
10. Matthias Karstaedt Mecklenburger 
11. Andreas Jarchow 
12. David Knittel, Mecklenburger 
13. Johann Thußey (= Toussaint), ein französischer Refugie, (= Tuso) 
14. Christian Heise, Mecklenburger 
15. Jürgen Baneuhr (= Banneur), ein französischer Refugie 
16. Johann Holtz aus Schwedisch Vorpommern 
17. Peter Giesswein aus Hessen 
18. Erdmann Wiehn aus Sachsen 
Anhang 12 
Wortlaut des Hofbriefes für die Halbbauern von Heinrichswalde 
Quelle: Zentrales Staatsarchiv, Dienststelle Merseburg 
Generaldirektorium, Pommern, Tit. LXIII, Sect. 3, Nr. 46 
Kund und zu wissen sei hiermit jedermann und insbesondere denen, so daran gelegen: Nachdem bei der 
letzten Amtseinrichtung die Beschaffung des Dorfs und Vorwerks Heinrichswalde die Königliche Hochlöbli 
che Einrichtungkommission dahin bewogen, das Vorwerk eingehen zu lassen, und die Aecker und Wiesen 
mit der Dorfschaft unter die daselbst wohnhaften 30 Wirte dergestalt egal einzuteilen, daß ein jeder an Land 
46 Morgen 39 4/10 Ruten, an Wiesen 25 Morgen 64 3/10 Ruten, zusammen 71 Morgen 123 7/10 Ruten, er 
hält, solches auch von Seiten des Hochpreislichen Generaldirektoriums genehmigt und per Reskript vom 8. 
August 1771 und unter dem 8. Mai 1773 wiederholentlich Allergnädigst befohlen worden, ein jeder der 
Heinrich sw alder Wirte darüber die gesuchte Verschreibung auszufertigen und zu erteilen, so wird dem 
nunmehrigen als Halbbauer eingerichteten Christoph Brockwitz der von ihm bis dahin bewohnte Hof, be 
stehend aus einem Wohnhaus, einer Scheune und der Stallung hiermit in Kraft dies verschrieben, dergestalt 
und also, daß er diese Königlichen Gebäude in Dach und Fach, mithin gegen Reichung freien Bauholzes in 
baulichem Stande zu unterhalten schuldig und verbunden sei. 
Die dem Christoph Brockwitz beim Antritt dieses Hofes gegebene Hofwehr, bestehend in 2 Pferden oder 
40 Tlr., 2 Kühen oder 16 Tlr., 5 Scheffel Saat-Roggen für 3 Tlr. 8 Sgr., 3 Scheffel Gerste für 1 Tlr. 12Sgr., 3 
Scheffel Hafer für 1 Tlr., in Summa 61 Tlr. 20 Sgr., muß derselbe bei seinem dereinstigen Abzüge, das Vieh 
in natura, die Saat aber tüchtig bestellt, zurücklassen. Den Acker hat derselbse nach hiesiger Landesart tüch 
tig zu bestellen, die Gärten mit Obstbäumen von Zeit zu Zeit mehr zu bepflanzen, Feld- und Wiesen-Grä- 
ben, wenn es erforderlich, mit der Gemeinde auszuräumen, zu unterhalten und zu verbessern und sich über 
haupt einer guten Wirtschaft zu befleißigen. 
Die von diesem Hofe zu entrichtende Praestanda betragen jährlich 20 Tlr. Dienstgeld und 12 Sgr. Brenn 
zins, und die von diesem Halbbauernhof beim Vorwerk Wilhelmsburg und Mühlenhoff zu leistenden Natu 
raldienste bestehen jährlich in 4 Morgen Magdeburger im Winterfelde und ebenso 4 Morgen Magdeburger 
im Sommerfelde 3 mal tüchtig zu ackern und 2 mal zu eggen, hernächst das Getreide zu mähen, binden und 
einzufahren, ingleichen 21/2 Magdeburger Morgen abzumisten und zu brechen, ferner von 6 Morgen Wie 
sen, welche der Pächter mähen und werben läßt, das Heu einfahren und für die Arbeit beim Mähen und 
Werben dem Pächter jährlich 1 Tlr. 16 Sgr. zu bezahlen, hiernächst 4 Tage beim Vorwerk Ferdinandshof im 
Burgdienst Feldsteine abzufahren, für welche Dienste insgesamt von dem Pächter des Vorwerks jährlich 5 
Tlr. zur Amtskasse bezahlet werden, dergestalt, daß derselbe nun jährlich 15 Tlr. Dienstgeld und 12 Sgr. 
Brennzins in geordneten Terminen und in etatsmäßigen Münzen zu entrichten hat. Vor der Bierziese wird 
Inhaber dieses Hofbriefes nur die Erlaubnis, den Haustrunk selbst zu brauen, zugestanden. Das zu Ausrich 
tungen oder sonst benötigte starke Bier, ingleichen Branntwein aber ist derselbe schuldig, lediglich aus der 
Amtsbrau- und -brennerei zu nehmen. Auch als Zwangsmahlgast auf der Heinrichswalder Mühle den Ge 
treidebedarf gegen Entrichtung der geordneten Mahl-Metze und des Mahlgeldes zu vermahlen. Ferner: 
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