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Universitätsbibliothek Greifswald 
lativ wenigen Umsiedlern, die über Pommern ins Reich kamen. Seine Eindrücke von dort waren 
etwas zwiespältig. Das Dorf Wintersfelde, in dem diese Umsiedlergruppe vorübergehend unter 
gebracht war, bezeichnet er als „ausgesprochen häßlich, die Häuser alle aus roten Ziegeln, die ein 
zelnen Anwesen von hohen Ziegelmauem umgeben ...“ Doch fand er bald guten Kontakt zu den 
Bewohnern, von denen ihm der „alte Fleischermeister Moeck“ mit seinem rauhen aber herzlichen 
Wesen besonders gut gefiel. 
Hamburg Christoph v. der Ropp 
Klaus Granzow Tagebuch eines Hitlerjungen. Kriegsjugend in Pommern 1943-1945. 2. Aufl. Rei 
he „Unsere Heimat“, Band 24. Pommerscher Buchverlag Hamburg 1974. 290 Seiten, zahlr. Fotos, 
z. T. vom Verfasser. Broschiert 9,80 DM (nicht im Buchhandel). 
Es handelt sich hier um Tagebuch-Aufzeichnungen des damals (1943—45) sechzehn bis siebzehn 
jährigen Autors über seine Erlebnisse in seinem Heimatdorf Mützenow Kr. Stolp, auf dem Stol 
per Gymnasium und im Kriegsdienst. Sie sind stark geprägt vom Gemeinschaftsleben in der Hit 
ler-Jugend. 1943 wurde Granzow von der Schulbank weg als Marinehelfer eingezogen und kam 
in die Gegend von Swinemünde, 1944 zum Reichsarbeitsdienst und anschließend zur Wehrmacht. 
Das Tagebuch wirkt, bis auf einzelne Passagen, jugendlich echt. Der Verfasser sagt in seinem 
Vorwort, daß es, kurz vor seiner Gefangenschaft an ein „Mädchen aus Sachsen“ übergeben, ge 
rettet und ihm einige Zeit später wieder zurückgegeben wurde. Bei der Herausgabe habe er we 
der Stil noch Ausdrucksweise verbessert. So kann es wohl als ein zeitgeschichtliches Dokument be 
trachtet werden, zumal m. W. Aufzeichnungen über das Schicksal der zum militärischen Hilfs 
dienst eingezogenen Hitlerjungen aus dem pommerschen Bereich sonst nicht publiziert worden 
sind. 
Günter Gutzmerow Von der Oder ostwärts. Polnische Ortsnamen in Pommern Reihe „Unsere 
Heimat“, Bd. 23. Pommerscher Buchverlag Hamburg 1974. 208 Seiten m. 1 Übersichtskarte. Bro 
schiert 7,80 DM (nicht im Buchhandel). 
Unter einem etwas irreführenden Titel ein nützliches Buch. Es enthält ein alphabetisches Ver 
zeichnis der deutschen Ortsnamen mit den entsprechenden polnischen Bezeichnungen von heute, 
- nicht umgekehrt, was z. B. bei Reisen nach Stettin und in die Gebiete ostwärts der Oder, aber 
auch beim Studium polnischer Literatur wichtig wäre. Bei der Schreibweise der polnischen Orts 
namen hat man auf die Verwendung spezieller polnischer Schriftzeichen verzichtet. 
POMMERN - Kunst, Geschichte, Volkstum. Vierteljahresschrift, hrsg. vom Pommerschen Zen 
tralverband, Kulturabteilung, Hamburg 13. Schriftleitung: Helga Wetzel. 
Aus der Fülle des reichhaltigen Inhalts dieser Zeitschrift können auch in diesem Jahre wieder nur 
die wichtigsten Beiträge angeführt werden, wobei die Auswahl nicht so sehr ausschließlich nach 
der Qualität der einzelnen Artikel, als vielmehr nach den für die Arbeit unserer Gesellschaft wich 
tigen Themen vorgenommen wurde. 
XI. Jahrgang, 1973 
Heft 3: Paul Mohns Die Stiftung Pommern. - Hans-Jürgen Eggers: Die Gesellschaft für pom- 
mersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst. - Ulrich Seelmann-Eggebert: Bruno Müller-Li- 
now, Träger des Pommerschen Kulturpreises 1973 (mit 5 Wiedergaben seiner Werke). - 
Heft 4: Oskar Eggert Laudatio auf Prof. Dr. D. h.c. Johannes Paul - Siegfried Sichtermann Die 
Grenzmark Posen-Westpreußen Kurzer Abriß ihrer Geschichte und Bemerkungen zu ihrer Kul 
turgeschichte. - Hugo Gotthard Bloth Zwei Generationen pommerscher Studenten in ihren 
Stammbüchern (mit zahlr. Abb. von Stammbuchblättem). - 
XII. Jahrgang, 1974 
Heft 1: Kurt Pierson: Ein Wegbereiter in Pommern Zur Entstehung der Berlin-Stettiner Eisen 
bahn. - Johannes Paul Erinnerungen an Emst Moritz Amdt in Nordschweden - Emst Zunker: 
155
	        
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