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Universitätsbibliothek Greifswald 
Fritz Kempe — ein Meister der Fotografie 
Fritz Kempe in Greifswald geboren und 25 Jahre lang Direktor der Staatlichen Landesbildstelle 
in Hamburg erfuhr anläßlich seiner Pensionierung Ende März 1974 zahlreiche Ehrungen. 
Allein der quantitative Umfang seiner Leistungen muß Bewunderung erregen. In seiner Ham 
burger Zeit organisierte er 29 Vorlesungsreihen, die sich aus 306 Einzelveranstaltungen mit 175 
Rednern zusammensetzten, und veranstaltete 228 Fotoausstellungen in der Landesbildstelle sowie 
52 Ausstellungen außerhalb „seines“ Hauses. Aber wichtiger wohl noch als diese organisatorische 
Leistung ist Kempes eigene fotografische und publizistische Arbeit, vor allem die mehr als 1200 
von ihm geschaffenen Porträts wichtiger Persönlichkeiten aus dem kulturellen, politischen und 
wirtschaftlichen Leben Hamburgs. 
Seine meisterhaften Porträts, aber auch Stadtbilder und Landschaften - unter diesen viele pom- 
mersche Motive aus früheren Schaffensperioden -, zeigte in der Zeit vom 4. April bis 5. Mai 1974 
eine vielbesuchte große Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Unter den 
Ausstellungsstücken war auch das eindrucksvolle Porträt von Professor Hans Bernhard Reichow 
das wir auf Tafel 1 (vor dem Innentitel dieses Bandes) bringen, sowie die poetisch-stimmungs 
volle Aufnahme aus der Greifswalder Nikolaikirche (hier abgedruckt auf Tafel 34). 
v. d. R. 
Ausstellungen der Stiftung Pommern in Kiel 
Gustav Wimmer 
Im Rantzau-Bau des Kieler Schlosses fand vom 3. bis 31. Mai 1974 eine Ausstellung von Gemäl 
den, Bleistiftzeichnungen und farbigen Blättern Gustav Wimmers (1877-1964) statt. Sie umfaßte 
Exponate, darunter Blätter aus dem Besitz der Nationalgalerie Berlin und der Kunsthalle Hamburg 
Die ausgestellten Arbeiten spiegelten das Lebenswerk des Malers zwischen den Jahren 1913 
und 1963. Das Schwergewicht lag auf der Zeit nach 1945. 
Der Katalog enthält noch ungedruckte Äußerungen zu Wimmer u. a. von Prof. Mac Zimmermann Zimmermann 
München, Prof. Lothar Pretzell Berlin, und Dr. Emst Schremmer, Esslingen, weiterhin 
Auszüge aus älteren Kritiken und eine Einführung von Dr. Hans Kasdorff, der die Ausstellung 
auch eröffnete. Der Katalog kann zum Preise von 4 - DM bei der „Stiftung Pommern“, 23 Kiel, 
Dänische Str. 44, bestellt werden. 
Die „Baltischen Studien“ berichteten über Wimmer 1960 und 1965, die Vierteljahrsschrift „Pom 
mern“ 1972 und 1974. Die Monographie „Gustav Wimmer Leben und Werk eines Malers aus 
Pommern“ (Verlag Christoph von der Ropp), Hamburg 1961, ist vergriffen. 
Von Kiel aus ging die Ausstellung in die Ostdeutsche Galerie in Regensburg wo sie vom 14. Juni 
bis 31. Juli 1974 zu sehen war. K. 
Mac Zimmermann 
Am 6. Juni 1974 wurde in der Gemäldegalerie der Stiftung Pommern die Ausstellung „Mac Zim 
mermann - Bilder, Zeichnungen, Graphik“ durch den Vorsitzenden des Stiftungsrates, Staatsrat 
Walther Menzel eröffnet. 
Mac Zimmermann, 1912 in Stettin geboren und heute in München lebend, gehört, wie Dr. H. Th. 
Flemming, der Kunstkritiker der Welt, schreibt, „zu den wenigen deutschen Surrealisten unver 
kennbar eigener Prägung“. Die vielbeachtete Ausstellung dauerte bis zum 14. Juli 1974. 
Richard Seewald Richard Seewald 
dem aus der Neumark (Amswalde) gebürtigen Maler, Graphiker und Schrift 
steller war eine Ausstellung im Rantzau-Bau des Kieler Schlosses gewidmet, die ebenfalls großes 
Publikumsinteresse fand. Sie dauerte bis zum 20. Oktober 1974. 
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