Full text: Baltische Studien (Jg. 4, Heft 1/2, 1837)

Ueber die 
landständische Verfassung in Pommern 
vor dem Jahre 1823, 
von 
JJ. <ß. L. Kitelmann *). 
^er erste Ursprung der landständischen Verfassung in Pom¬ 
mern, verliert sich ganz in die Dunkelheit der altern Jahrhun¬ 
derte, in welchen cs an schriftlichen Urkunden hierüber man¬ 
gelt **). Schon eine Pommersche Urkunde vom Jahre 1187, 
erwähnt der Landstände. 
Erst in der Folgezeit wurden unter der Regierung der 
Pommerschen Herzoge Landeö-Privilegien schriftlich verfaßt, 
*) Johann George Ludwig Zitelmann, am 18ten Juli 1762 hier, wo 
sein Water Protonotar des jetzigen Ävnigl. Oder-Landcs-Gcrichts war, gebo¬ 
ren, widmete sich, ein ausgezeichneter Schüler des hiesigen Gymnasiums, mit 
ungewöhnlichem Eifer den Wissenschaften. Nach beendigten juristischen Studien, 
sah er sich, früh verwaiset, durch bedrängte Verhältnisse gcnöthigt, im Jahre 
1783 die Stelle eines Lehns-Sekretairs und Archivars bei dem jetzigen Ober» 
Landesgericht zu übernehmen, der man bald nachher die Anstellung als Rath 
bei dem Kriminal-Collegium bcigescllte. Jndcß hatte die ihm gewordene amt¬ 
liche Bestimmung den Erfolg, daß er das Studium des vaterländischen Rechts 
und der pommerschen Verfassung licbgcwann, eine Neigung, welche er um so 
eifriger befriedigte, als späterhin die Stände Vorpommerns ihn zu ihrem Land- 
Syndikus wählten, welches Amt er, zugleich mit jenen früheren, bis zu seinem 
in den letzten Tagen des Jahres 1822 erfolgten Tode verwaltete. (Mitthci- 
lung des Herrn Justizraths Zitelmann in Stettin, eines jüngcrn Bruders 
des Vers.) ”) Untersuchungen über diesen Gegenstand s. in Hakens Pom¬ 
merschen Provinzialblättern. B. 6., S. 7. rc.
	        
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