Full text: Reisen in Palästina

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Es war am 9. Januar 1816 früh etwa um 9 Uhr, als 
wir zuerst Acre zu Gesichte bekamen. Die Annäherung zu 
dieser Stadt auf dem Wege von Soor (dem alten Tyrus) 
wird durch den Anblick der vielen Gärten und angebauten Län 
dereien in den Umgebungen der Stadt und des unendlich rei 
chen Blätterschmucks zahlloser Bäume, deren Wipfel über die 
Stadtmauern cmporragen, sehr interessant und anmuthig. Di« 
Stadt selbst steht auf dem äußersten Ende einer Ebene der 
Sceküste. 
Ihr Anblick von hier aus zeigt grosse und stattliche Ge 
bäude , doch nichts von Pracht und Glanz; außer den Spitzen 
einiger niedrigen Minarets, und den zwei Kuppeln einer Mo 
schee, so wie den platten Dächern der Hauser, wird man in 
einiger Entfernung nichts weiter gewahr. 
Die Stadtmauer scheint von bedeutender Stärke zu seyn; 
auf der Nordseite ist sie mit kleinen Thürmen und Bastionen 
versehen, und ihre Südostseite giebt, durch eine sehr breite Reihe 
in regelmäßigen Schießscharten hinter einem Graben ausgestell 
ter Kanonen, der Stadt ein kräftiges imposantes Ansehen. 
Der Eingang durch das Thor von Soor auö, ist eben 
falls Erwartung erregend, und verspricht nicht nur eine wohl 
befestigte, sondern auch eine gutgebaute und reiche Stadt; die 
Straße war breit und gut gepflastert, auf der linken Seite be 
fand sich eine Reihe Kramladen und Bänke, rechts ein Zoll 
haus und ein Springbrunnen, mnd auf beiden Seiten eine 
Anzahl Soldaten, welche den Nachtdienst versahen.
	        
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