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Full text: Die große Wohltäterin

rrr Kiss«? 
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5. 
^en der großen Wußenberger Gesindestube hielten die 
HLeuts ihrs Nachfeier. Die Kinnbacken sprangen eilig 
^^auf und ab, denn diese Art Pfefferkuchen wurde erst 
gegen Ostern weich. Dis Kleinknechte und Ochssnjungen 
hatten wieder die Pantoffel über den lila Strümpfen. Der 
rote Ziegelflur lag dick voller Schalen. Wer die braunen, 
runzlichsn Wallnüsss nicht zwischen den Handflächen einzu» 
drücken vermochte, trat wichtig mit dem Absatz darauf. 
Einige, die auch dazu nicht willig war-n, klemmten sie ein 
fach zwischen Tür und Futter und zogen die Klinks heran. 
Als sie alle satt und zufrieden waren, fiel ihnen der fremde 
Junge ein. 
Die beiden einzigen, die wirklich ein wenig von ihm 
wußten, schwiegen, um nicht zu verraten, daß sie im 
Dämmern — unter Hasel- und Erlengebüsch — schon ihr 
heiliges Fest vorweg gefeiert hatten. — Karlin mußte doch 
ihrem Wilm das Vorhemd schenken, auf das sie bei der 
kleinen Oelfunzel himmslblaue Vergißmeinnicht gestichelt 
hatte. Und er ihr das Herz. — Was schadete es seiner 
Schönheit, daß er es seit dem Wsihnachtsmarkt, aus Angst 
vor den Spöttereien der andern, nicht aus der Tasche ge 
lassen. — Sie freute sich doch darüber, wenn auch der rote 
Streuzucker auf die schneeweißen Papierrosen gelaufen und
	        
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