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EODOPEN

Von Ebooks on Demand (EoD) über Print on Demand (PoD) zu EODOPEN

Europäische Bibliotheken bewahren Millionen von Büchern aus der Zeit von 1500 bis 1900 auf. Wegen ihres Alters und Wertes sind die Publikationen allerdings häufig nur vor Ort benutzbar.

Mit dem EOD-Service werden diese verborgenen Schätze jetzt mit ein paar Mausklicks für jedermann verfügbar. Nutzer sind in der Lage, eBooks über die ihnen vertrauten Bibliothekskataloge zu bestellen; die Bibliotheken digitalisieren dann die gewünschten Werke und stellen sie dem Nutzer über das EOD-Netzwerk zur Verfügung. Die auf diese Weise digitalisierten Bücher werden gleichzeitig in die Digitalen Bibliotheken der teilnehmenden Institutionen aufgenommen und so über das Internet zugänglich gemacht. Seit 2009 können diese Bücher auch zusätzlich zur digitalen Version als Nachdrucke in der Form „echter“ Bücher bestellt werden (Print on Demand PoD).

Aus urheberrechtlichen Gründen bleibt aber ein großer Teil der Bücher in den Magazinen der Bibliotheken für die Digitalisierung gesperrt. Vereinfacht gesagt, ein Werk gilt erst als urheberrechtsfrei, wenn die letzte beteiligte Person länger als 70 Jahre verstorben ist. Man kann sich leicht vorstellen, dass eine Überprüfung eine extrem zeitaufwendige Aufgabe ist, die die eigentlichen Digitalisierungskosten bei weitem übersteigt. Man spricht daher auch schon vom „dunklen 20. Jahrhundert“.

Mit der neuen EU-Urheberrichtlinie vom 17. April 2019 wurde eine einheitliche Grundlage für die Mitgliedstaaten der EU festgelegt, die seitdem in nationales Recht umgesetzt wird. Diese Umsetzung ist durchaus unterschiedlich und von den nationalen Gegebenheiten abhängig – die föderale Struktur der Bundesrepublik Deutschland führt zu anderen praktischen Umsetzungen als die Lösungen in zentralistisch aufgebauten Staaten.

In der Laufzeit von 2019 bis 2024 läuft das vierte Folgeprojekt EODOPEN. Dieses verfolgt verschiedene Ansätze, um Hemmnisse bei der elektronischen Verfügbarkeit der Werke des 20. und 21. Jahrhunderts abzubauen. Insgesamt arbeiten 15 Bibliotheken aus 11 europäischen Ländern, mit dem Leitsatz „open up hidden knowledge“, an der Erschließung der vergleichsweisen jungen Literatur. Die Digitalisierung vergriffener und verwaister Werke unter Wahrung der Urheberrechte steht dabei im Zentrum des Projektes. Am 7. und 8. September findet die Projektkonferenz an der Universitätsbibliothek Greifswald statt.

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