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58S NZ 30431-82/86 
Universitätsbibliothek Greifswald 
hatte. Auch sind einige dieser Archivalien wohl auf die Bedingungen an der Grenze zu Polen nach 
1919 zurückzuführen 39 . 
Manuskript 
Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern 
Band ... Heft... 
Verzeichnis der nichtstaatlichen Archive des Kreises Bütow, Bezirk Köslin 
Erich Winguth 
Vorwort 
Die Bereisung und Inventarisierung der nichtstaatlichen Archive im Kreise Bütow, Bezirk Köslin, erfolgten in den 
Jahren 1934 und 1935. Ursprünglich war geplant, das Bütower Verzeichnis zusammen mit dem des Kreises Lauen 
burg/Pommern zu veröffentlichen. Der Ausbruch des Krieges im Jahre 1939 hat die Herausgabe verhindert. 
Das Verzeichnis der Ortschaften ist nach den bis Ende 1937 gültigen Namensformen aufgestellt 40 . 
Köslin/Pommern, Weihnachten 1940. 
(auf Urlaub) Erich Winguth 
Verzeichnis der Ortschaften mit nichtstaatlichen Archiven 
Bernsdorf 
Borntuchen 
Bütow 
Damerkow 
Damsdorf 
Gramenz 
Gröbenzin 
Groß Massowitz 
Groß Pomeiske 
Groß Tuchen 
Jassen 
Jellentsch (bzw. Hirschfelde) 
Kathkow 
Klein Pomeiske 
Klein Tuchen 
Klößen 
Kroßnow 
Mangwitz 
Meddersin 
Moddrow 
Morgenstern 
Neuendorf 
Platenheim 
Polschen (bzw. Kniprode) 
Pyaschen (bzw. Franzwalde) 
Radensfelde 
Sommin 
Strussow 
Tangen 
Wusseken 
Zemmen 
Evangelische Kirche 
Kirchenbücher: Tauf- und Totenregister 1865 bis jetzt. Trauregister 1870 bis jetzt. Kommunikantenregister 1885 bis 
jetzt 41 . Konfirmandenregister 1879 bis jetzt. 
39 Durch den Vertrag von Versailles 1919 war es an der neu gezogenen Grenze zwischen dem Deutschen Reich 
und Polen zu erheblichen infrastrukturellen Problemen gekommen, die mittels einer Vereinbarung aus dem 
Jahre 1920 teilweise gemildert werden sollten. So wurden die westpreußischen Ortschaften Zukowken und 
Mühlchen mit 12 Abbauten dem Kreis Bütow zugeschlagen, während die Kolonien Pommersch Prondzonka 
mit 51, Althütte bei Buchwalde mit 108 und Schellews mit 38 Einwohnern an Polen fielen. Bei diesem Tausch 
gingen 836 ha des Kreises Bütow an den polnischen Staat, im Gegenzug kam insgesamt 1535 ha westpreußi 
sches Gebiet an den Kreis Bütow. Vgl. dazu Erich Winguth Die Geschichte des Kreises, in: Die Kunst- und 
Kulturdenkmäler (wie Anm.22), S. 47ff. Neben diesen territorialen Veränderungen müssen allerdings noch die 
zahllosen Flüchtlinge und Umsiedler aus dem nun an Polen gefallenen Westpreußen bedacht werden, die 
durchaus Schriftgut aus ihren Heimatgemeinden mit sich führten und dieses wohl teilweise in der neuen Hei 
mat bei Behörden und in Pfarrämtern hinterlegten. 
40 Am 29. Dezember 1937 wurden in Stettin durch Erlaß des Oberpräsidenten der Provinz Pommern folgende 
Gemeinden im Kreis Bütow umbenannt: Klonsc'nen in Ulrichsdorf, Lonken in Friedrichssee Lupowske in 
Grünenwalde, Polschen in Kniprode, Jellentsch in Hirschfelde, Pyaschen in Franzwalde, Zukowken in Treuen 
felde. Bereits früher erfolgten die Umbenennungen von Tschebiatkow zu Radensfelde (1929), Oslawdamerow 
zu Rudolfswalde (1932), Czarndamerow zu Sonnenwalde (1928), Pschywors zu Adolfsheide (1934). Vgl. hierzu 
u.a. Brigitte und Klaus Dieter Kreplin, Die Gemeinden (wie Anm.35), S. IV-15 bis IV-28. 
41 Das Kommunikantenregister für 1884-1908 für die Gemeinden Bernsdorf und Groß Tuchen, kennt auch Szu- 
list (wie Anm. 30), S. 217.
        

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