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den, die sehr benötigt wurde, nachdem in Grünhof und Wilhelmsburg zwischen 1730 und 1735 
eine Menge Leute ansässig geworden waren. Diese waren meist Taglöhner und besaßen weder 
Pferde noch Wagen, um das von ihnen geerntete Getreide zu den Mühlen in Jatznick oder Dar- 
gitz bringen zu können. Ihnen sollte mit dem Bau einer Windmühle in erreichbarer Nähe gehol 
fen werden. Der König unterstützte den Plan, erweiterte ihn jedoch. Er befahl, außer der Mühle 
ein Vorwerk anzulegen. Schon im Herbst 1736 befanden sich Mühle und Vorwerk im Bau. 1739 
kam eine zweite Windmühle hinzu. Das Vorwerk bestand aus einem Wohnhaus und zwei Vieh- \ 
Ställen, sowie einem eingezäunten Garten. 1737 erhielt die Ansiedlung, die bis dahin Schwiene- 
burg genannt war, den Namen MÜHLENHOF 35 . Das Vorwerk wurde verpachtet; erster 
Pächter war Samuel Peters bei dem der Taglöhner Rieck arbeitete. 1770 war Christian Schulz 
»Statthalter« in Mühlenhof. Die beiden Windmühlen hatte zunächst Johann Glawe gepachtet. 
Er bewohnte das für den Müller erbaute sog. Mühlenhaus, das etwa 2/3 so groß gewesen ist wie 
das Wohnhaus des Vorwerkes. Auf die Mühlen von Mühlenhof wurden die Einwohner von 
Ferdinandshof Wilhelmsburg Eichhof, Mühlenhof und Heinrichswald sowie die Glasmacher 
auf den Glashütten und der Förster von Neuensund (später Rothemühl) angewiesen. Diese 
»Mahlgäste« unterlagen dem Mühlenzwang, d. h. sie durften ihr Getreide in keiner anderen 
Mühle mahlen lassen. In Mühlentabellen 36 sind die Namen der Mahlgäste fortlaufend überlie 
fert. Die Siedlung Mühlenhof mit dem Vorwerk und den Mühlen sind in das Dorf Wilhelmsburg 
einbezogen worden. Der Ort ist daher 1818 nicht mehr als selbständige Gemeinde dem neuen 
Kreis Ueckermünde gemeldet worden. 
5. Das Vorwerk Mückenhorst/Heinrichswalde 
Auch die Anlage des Vorwerkes in Heinrichswalde geht auf den Vorschlag von Christoph Ludwig Henrici 
aus dem Jahre 1729 zurück. 1730 begannen hier in der unmittelbaren Nähe des 
Galenbecker Sees, der zu Mecklenburg gehörte, im Neuensundischen Bruch unter Aufsicht des 
Forstaufsehers Mietzner die Rodungsarbeiten. Sie konnten 1736 fertiggestellt werden. Der Bau 
des Vorwerkes mit seinen Gebäuden und Ställen war 1737 vollendet. Es lag auf dem sog. »Klei 
nen Mückenhorst« und war an Michel Hermann verpachtet worden. Als in diesem Jahr König 
Friedrich Wilhelm I das Siedlungsgebiet an der mecklenburgischen Grenze persönlich in Au 
genschein nahm, ist er auf der heutigen Straße von Eichhof nach Heinrichswalde und dann am 
Rande des Bruches entlang auf Mühlenhof zu gefahren. Seit dieser Zeit ist dieser Weg der »Kö 
nigsweg« - auch auf den damals gezeichneten Karten - genannt worden. Der König änderte auch 
den Namen des Vorwerkes auf dem Mückenhorst in HEINRICHS WALDE 37 , um den Gene 
ralpächter der Ämter Ueckermünde und Torgelow Christoph Ludwig Henrici für seinen Ein 
satz bei der Gewinnung von Neuland zu ehren. 
Für die Tagelöhner auf dem Vorwerk wurden vier Wohnhäuser erstellt. Jedes Haus hatte 
zwei Wohnungen. (Vgl. Anhang 6 mit den Namen der ersten Bewohner im Jahre 1741). Hier 
waren 13 Personen untergebracht, die Kinder unter 10 Jahren nicht gerechnet. Neben dem 
Vorwerk bestand eine von diesem unabhängige und selbständige Schäferei. 
Das Vorwerk erfüllte jedoch die Erwartungen nicht. Es war im wahrsten Sinne auf Sand ge 
baut. Am Ende der Rodungsarbeiten mußte man feststellen, daß sich unter einer recht dünnen 
Humusschicht weißer Dünensand verbarg. So sehr wir diesen Sand als Badestrand an der Ostsee 
zu schätzen gewußt haben, so nachteilig war er für ein landwirtschaftlich zu nutzendes Gebiet. 
35 Bruchwitz (wie Anm. 1) S. 396. 
36 Staatsarchiv Greifswald Rep. 42-Nachlaß Bruchwitz - Bd. 102. Diese durch die-wohl nicht ganz voll 
ständigen - Abschriften von Bruchwitz erhaltenen Auszüge aus den Mühlentabellen bedeuten nach dem 
Verlust der Originale eine wertvolle Hilfe für die Heimat- und Familienforschung. 
37 Bruchwitz (wie Anm. 1) S. 397. 
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Universitätsbibliothek Greifswald 
585 NZ 30431-63/66
        

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