Digitale Bibliothek

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Universitätsbibliothek Greifswald

Die Universitätsbibliothek ist eine Zentrale Einrichtung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.
Sie gehört zu den ältesten Universitätsbibliotheken Deutschlands. Da die Bestände im Krieg weitgehend unbeschädigt blieben, bilden Sie eine einmalige zusammenhängende wissenschaftsgeschichtliche Sammlung über einen Zeitraum von mehr als 400 Jahren.

Spezialsammlungen, Alte Drucke, Nordeuropa-Schwerpunkt

Ein sehr reicher Altbestand wird aus der mehr als 400jährigen Sammlungsgeschichte der Bibliothek gepflegt und genutzt: ca. 200.000 gedruckte Bände von den Anfängen des Buchdrucks bis zum Druckjahr 1850 sowie 1300 Handschriftencodices und Konvolute, darunter über 50 mittelalterliche Handschriften, über 6000 Briefe und Autographen.

Unter den alten Drucken befinden sich 313 Inkunabeln (früheste Wiegendrucke vor 1500), fast 5.400 alte Drucke aus dem 16. Jh., nahezu 13.500 aus dem 17. Jh. und 23.000 aus dem 18. Jh. Auch die Altbestände bis 1850 sind bereits vollständig in der Katalogdatenbank, dem OPAC verzeichnet. Besonders bemerkenswert ist die Vielzahl an wertvollen schwedischen und finnischen Drucken, die aus der mehr als 180 Jahre dauernden Zeit der Zugehörigkeit Greifswalds zu Schweden (1648-1815) resultieren.

Pomeranica

Einen besonderen Platz innerhalb des Altbestandes nehmen die Pomeranica ein. Sie werden soweit möglich vollständig erworben und bereitgestellt. Die berühmte Personalschriftensammlung Vitae Pomeranorum umfasst ca. 9.000 kleinere Drucke aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.

Adresse:

Universitätsbibliothek Greifswald
Felix-Hausdorff-Straße 10
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420-1515
Fax +49 3834 420-1502
ubinfo@uni-greifswald.de
https://ub.uni-greifswald.de/

Universitätsbibliothek Rostock

Die Universitätsbibliothek Rostock wurde im Jahr 1569 auf Initiative von Nathan Chyträus, damals Dekan der Philosophischen Fakultät, gegründet und ist damit die älteste Hochschulbibliothek Norddeutschlands. Ihre Bestände umfassen heute über 2,2  Millionen gedruckte Bände.

Spezialsammlungen, Alte Drucke und Handschriften

Als älteste wissenschaftliche Bibliothek in Mecklenburg-Vorpommern verfügt die Universitätsbibliothek über überregional bedeutende historische Buch- und Handschriftenbestände. Neben den an der Universität selbst entstandenen und erworbenen Sammlungen sind auch die Bibliotheken mehrerer mecklenburgischer Herrscher sowie die Bibliotheken der Universität Bützow (1760-1789), der Mecklenburgischen Ritter- und Landschaft (Landesbibliothek Rostock) und Teile der früheren Großherzoglichen Bibliothek von Mecklenburg-Strelitz in den Bestand der Bibliothek eingegangen. Allein die Renaissancebibliothek des Herzogs Johann Albrecht I. (1525-1576) umfasst über 5.000 Drucke und Handschriften des 15. und 16. Jahrhunderts.  

Insgesamt bewahrt die Bibliothek über 3.000 Handschriften, 688 Inkunabeln, rund 11.400 alte Drucke des 16. Jahrhunderts, etwa 18.000 Drucke des 17. Jahrhunderts und 42.200 Drucke des 18. Jahrhunderts, sowie Karten, Musikalien und einen herausragenden Bestand an älteren Judaica und Orientalia in verschiedenen Sprachen.

Mecklenburgica

Von besonderer Bedeutung für die Kulturgeschichte des Landesteils Mecklenburg und der niederdeutschen Sprache und Literatur sind die Sammlungen des Richard-Wossidlo-Zentrums, in dem seit 2016 die Mecklenburgica-Sammlungen, weitere regionalgeschichtlich und landeskundlich bedeutende Bestände wie die Zeitungssammlung und die historischen Bestände der 1846 gegründeten Großherzoglichen Mecklenburgischen Navigationsschule in Warnemünde sowie bedeutende Forschungssammlungen wie das Archiv und die Bibliothek des Volkskundlers Richard Wossidlo (1859-1939) zusammengefasst sind.

Projekte

Die Universitätsbibliothek Rostock beteiligt sich mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft an den nationalen Vorhaben zur Erschließung und Digitalisierung der deutschen Drucke des 16. - 18. Jahrhunderts (VD 16, VD 17 und VD 18) und mit Unterstützung des Landes an der kooperativen Digitalisierung der historischen landeskundlichen Literatur. (zu den Projekten)

Adresse:

Universitätsbibliothek Rostock
Albert-Einstein-Str. 6
18059 Rostock
Telefon +49 (0) 381 498-8754
sondersammlungen@uni-rostock.de
www.ub.uni-rostock.de

 

Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker

Die Landesbibliothek Günther Uecker ist Regionalbibliothek und wissenschaftliches Informationszentrum für Mecklenburg-Vorpommern. Als Pflichtexemplarbibliothek erarbeitet sie die Landesbibliographie. Sie hat regierungsunterstützende Funktion. Der Bestand umfasst sämtliche Wissensgebiete mit dem Schwerpunkt Geisteswissenschaften. Besondere Sammelgebiete sind Mecklenburgica und Musikalien.

Bestände

Gegründet wurde die Bibliothek 1779 von Herzog Friedrich zu Mecklenburg, dessen herausragende Bücher- und Plan-Sammlung den historischen Kern bildet.
Nahezu der gesamte Medienbestand mit 775.000 Einheiten ist digital verzeichnet und damit weltweit recherchierbar. Der historische Altbestand vor 1900 umfasst 136.000 Bände, wovon große Teile Mecklenburgica, niederdeutsche Literatur oder im Land erschienene Werke sind.

Landeskundliche Literatur bildet seit jeher ein zentrales Sammelanliegen. Über Mecklenburg und (ab 1945) über Vorpommern erschienene Titel werden laufend erfasst und sind mit 415.000 Nachweisen in der Landesbibliographie verzeichnet (www.landesbibliographie-mv.de). In der Hauptsache sind dies unselbständige Publikationen aus Zeitschriften und Jahrbüchern.

Weitere Sammlungen beinhalten mecklenburgische Leichenpredigten, Bildnisse zum Musik- und Theaterleben Schwerins sowie mecklenburgische Rechts- und Verordnungstexte des 16. bis 19. Jahrhunderts. Zu den bedeutsamsten Beständen ihrer Art gehören die Musikalien der Mecklenburg-Schweriner Hofkapelle mit Handschriften von internationalem Rang.

Bis zum heutigen Tag erfüllt die Landesbibliothek ihre Gründungsbestimmung als Regierungsbibliothek, indem sie Informationsleistungen für die Ressorts erbringt und deren Buchbestände und Datenbankzugänge fachlich betreut.

lb@lbmv.de
Landesbibliothek

Bibliohek des Geistlichen Ministeriums Greifswald

Die Bibliothek für die evangelischen Prediger und Lehrer in Greifswald, die zusammen das Geistliche Ministerium bildeten und für ihre Aufgaben gemeinschaftlich verantwortlich waren, wurde 1602 errichtet.

Gemäß der Pommerschen Kirchenordnung von Johannes Bugenhagen (1485-1588) aus dem Jahre 1535 hatte Herzog Philipp I. von Pommern-Wolgast nach der Auflösung der beiden Greifswalder Klöster, des Grauen Klosters der Franziskaner und des Schwarzen Klosters der Dominikaner, 1558 in einem Visitationsrezeß darauf gedrängt, " eine gute gemeyne Liberey, der gantzen Statt zu gute vnnd Ehren" aufzurichten, um die alten Bücherschätze zu retten und Bücher mit reformatorischer Ausrichtung anzuschaffen. Der Rat der Stadt zögerte, darauf einzugehen, weil er die Einrichtung einer Bibliothek in der Marienkirche mit den Büchern des Dominikanerklosters vor 1545, für die er auch die Werke Luthers angeschafft hatte, sehr kritisch beurteilte. Es sei zu viel Streit über die Benutzung entstanden, zu viel weggekommen und ohne Ordnung aufgestellt. Nach weiterem Drängen hat sich der Rat dann entschlossen, eine für die Kirchendiener bestimmte Bibliothek, für die diese selbst die Verantwortung übernahmen, zu fördern und in ihr die beiden Klosterbibliotheken zu vereinen. Dafür wurden 1599 die Bücher des Grauen Klosters, die dort unbenutzt im Bibliotheksraum geblieben waren, inventarisiert, 1602 in die St. Nikolaikirche überführt und mit den meisten Büchern aus der St. Marienkirche sowie der kleinen, von Magister Petrus Sager (*1595) begonnenen Büchersammlung der St. Nikolaikirche vereinigt. Das erhaltene Inventarium von 1602 mit Titelaufdruck ist das Dokument dieser Gründung.

Adresse:

Bibliothek des Geistlichen Ministeriums Greifswald
Domstraße 13
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 2627
Fax +49 3834 799422
ust.nikolai@kirchenkreis-greifswald.de
www.dom-greifswald.de

Kirchenbibliothek St. Marien, Barth

Eine „Biblioteca Bardensis“ wird erstmals 1451 genannt (Testament des Priesters Otto Bere). Zu dieser Zeit dürften in der Barther Kirchenbibliothek nur wenige Bücher vorhanden gewesen sein, vermutlich ausschließlich liturgische Literatur für den Messdienst und Werke zur Anfertigung von Predigten. Durch kleine Schenkungen Barther Priester ist der Bestand nach und nach vermehrt worden, u.a. durch noch heute vorhandene private Gebetbücher.

Nach 1470, mit der Verbreitung der Buchdruckerkunst in ganz Europa, werden die Schenkungen der Kleriker fast ausschließlich Inkunabeln gewesen sein. Davon zeugt u.a. eine siebenbändige Sammlung theologischer und kirchenrechtlicher Grundlagenliteratur mit allein sechzehn Inkunabeln und mehreren Handschriften. Die Barther Kirchenbibliothek, deren ursprünglicher Standort nicht genau bekannt ist, scheint bis 1545 kaum mehr als drei bis vier Dutzend Bände mit lateinischer Literatur für den Pfarrklerus umfasst zu haben. Zu einer passablen evangelischen Predigerbibliothek mit ca. 150 bis 180 Bänden wird sie erst durch den Barther Reformator Johannes Block, der seine gesamte Bibliothek von heute noch 123 Bänden mit mehreren Handschriften, 48 Inkunabeln und 221 Frühdrucken der Marienkirche vermacht hat (1545). Im ausgehenden 16. Jahrhundert sind dann lediglich noch Schenkungen einzelner Bände bekannt, wobei es von Bedeutung ist, dass als Schenker bzw. Benutzer der Bibliothek nachweisbar Rektoren oder Lehrer der im 14. Jahrhundert gegründeten Stadtschule vermerkt sind, die Sammlung also auch als Arbeitsgrundlage für das Lehrpersonal gedient hat.
Schließlich gelangen in der Folge der durch den Herzog der Residenzstadt Barth initiierten Einrichtung einer Druckwerkstatt reformatorische Texte in der Volkssprache in die Bibliothek, außerdem vereinzelte Geschenke des Fürstenhauses und der Hofmitglieder. Allerdings handelt es sich, wie auch in der Folgezeit, nur um sporadische Zuwächse des Bestandes. Er wird um 1666 mit nur 374 Bänden, am Ende des 18. Jahrhunderts mit kaum 700 Bänden angegeben. Die Ausstrahlung der Barther Kirchenbibliothek scheint also bis in die Aufklärung hinein eher begrenzt gewesen zu sein.
Das ändert sich interessanterweise mit der Gründung einer örtlichen Lesegesellschaft (1795). Die unter den Mitgliedern zirkulierenden Bücher sind nach der Lektüre in den Besitz der Kirchenbibliothek übergegangen. Somit hat ein Wandel von einer theologisch-pädagogischen Bibliothek, die im Wesenskern von Latein geprägt gewesen ist, zu einer bürgerlich-literarischen Bibliothek mit stärkerem volkssprachlichem Anteil stattgefunden. Er ist begleitet gewesen von einem Anwachsen des Bestandes auf 1744 Bände in nur zwei Jahrzehnten (1812).
Ihren quantitativ stärksten Anstieg kann die Barther Kirchenbibliothek im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts verzeichnen, bedingt durch die aufkommende industrielle Fertigung von Büchern (Gesamtbestand 1900: 4000 Bände).
Im 20. Jahrhundert scheinen nur sporadisch neue Bücher angeschafft worden zu sein. Die beiden Weltkriege hat die Kirchenbibliothek ohne nennenswerte Schäden und Verluste überstanden. Seit den 1970er Jahren sind aus der Zeit vor 1900 die Pfarrbibliotheken von vier Nachbargemeinden als ständige Leihgaben integriert worden (knapp 1500 Titel).
Die „Biblioteca Bardensis“, für einige Jahrhunderte das einzige große „Informationszentrum“ der Stadt, ist heute eine ruhende Traditionsbibliothek. Mit den hier in reicher Anzahl vorhandenen Drucken und Handschriften des späten Mittelalters und der Reformationszeit sowie den über Jahrhunderte hinweg stetig ausgebauten und ohne große Verluste erhalten gebliebenen Beständen des Barock und der Aufklärung stellt sie ein einzigartiges Kulturdenkmal dar. Es bietet der Forschung eine Fülle ausgesprochen seltenen, wertvollen und größtenteils noch nicht erkundeten Materials.

Adresse:

Kirchenbibliothek St. Marien, Barth
Papensstraße 7
18356 Barth
Telefon +49 38231 2787
Fax +49 338231-77621
kontakt@ev-kirche-barth.de
www.bibelcentrum.de

Historische Bibliothek des Museums der Barlachstadt Güstrow

Die Historische Bibliothek ist eine wissenschaftliche Präsenzbibliothek und gehört zur Sammlung des Museums der Barlachstadt.
Sie befindet sich seit 1997 im Obergeschoss der Uwe Johnson-Bibliothek und steht interessierten Nutzern für Forschungszwecke nach Anmeldung zur Verfügung.

Sie umfasst ca. 1.500 Titel als historischen Bestand, und insgesamt rund 17.000 Titel.
Seit 2014 werden die Bestände sukzessive rekatalogisiert - seit 2017 sind die historischen Bestände vom 16. bis zur Mitte 19. Jahrhundert über den GVK suchbar. Für die neueren Bestände ist eine Anfrage vor Ort zu stellen.

Der Bestand geht auf mehrere Wurzeln zurück (Handapparat, Restbestände der Domschulbibliothek, Schenkungen, Nachlässe, Ankäufe). Er ist in drei Hauptgruppen gegliedert: Deutsche Geschichte, Mecklenburgische Geschichte, Güstrovensia (Literatur, die durch Inhalt, Verfasser, Verlag oder Druck in Beziehung zu Güstrow steht).

Die älteste Wurzel ist die fürstliche Domschule zu Güstrow. 1552 durch Herzog Johann Albrecht I. (1525–1576) gestiftet, war sie zunächst eine evangelische Gelehrtenbibliothek, ab 1804 wandelte sie sich in eine Leihbibliothek für die Lehrer und Schüler. 1853 wuchs der Bestand auf 15.000 Bände an, nachdem zwei Güstrower Privatbibliotheken gekauft und in den Bestand aufgenommen waren. Mit geschätzten 60.000 Bänden war die Bibliothek um 1900 die größte ihrer Art in Mecklenburg. Drei größere Bestandsübernahmen durch die Bibliothek des Heimatmuseums bildeten den Grundstock der heutigen Historischen Bibliothek: nach dem Bau des Realgymnasiums in Güstrow zwischen 1903 und 1905, sowie nach dem Ersten Weltkrieg und zwischen 1945 und 1953. Nach 1950 wurde die Museumbibliothek durch den Lateinlehrer und Heimatforscher Wilhelm Gernentz (1890–1969) samt weiterer Bestände aus dem Heimatmuseum, Kulturvereinen und Güstrower Privatbibliotheken neu geordnet. Diese Bibliothek wurde nun als kulturgeschichtliche Sammlung geführt. Sie wurde durch Schenkungen, Ankäufe sowie ausgesonderte Exemplare der öffentlichen Bibliothek, des Haus der Kultur und des Pädagogischen Instituts mit Sammlungsbezug der Güstrovensia erweitert.

Adresse:

Barlachstadt Güstrow – Abteilung Marketing, Kultur, Tourismus
Historische Bibliothek
Am Wall 2
18273 Güstrow
Tel.: 03843 769 465
mail: historische.bibliothek@guestrow.de

Propsteigemeinde St. Joseph Greifswald

Moorbibliothek der Michael Succow Stiftung

Peatland and Nature Conservation International Library (PeNCIL)

Seit 2013 wird die umfangreiche Programmbibliothek „Moor und Naturschutz“, Peatland and Nature Conservation International Library (PeNCIL), von Universität Greifswald, Michael Succow Stiftung und Privatpersonen als public private partnership aufgebaut. Ermöglicht wird diese weltweit einzigartige Spezialsammlung durch die Förderung aus dem Bibliotheksfond der Bernhard und Ursula Plettner Stiftung im Stifterverband für die deutsche Wissenschaft. Der Bestand ist im OPAC der Greifswalder Uni Bibliothek inventarisiert, Standort der Programmbibliothek  ist das denkmalgeschützte Stiftungshaus in der Ellernholzstraße 1/3 in unmittelbarer Nähe der Universität Greifswald.

Adresse:

Dr. Franziska Tanneberger & Greta Gaudig
c/o Michael Succow Stiftung
Ellernholzstr. 1/3
17489 Greifswald
Tel.: +49 -3834-83542-10
info@greifswaldmoor.de
http://www.greifswaldmoor.de/pencil.html