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Mecklenburgische Reimchronik

In rotes Leder gebunden, gibt die Chronik auf 232 Blättern in mehr als 26.000 Reimen in mittelhochdeutscher Sprache die Geschichte Mecklenburgs und seiner obotritischen Fürsten wieder. 1378 gab Herzog Albrecht II. zu Mecklenburg das Werk bei Ernst von Kirchberg in Auftrag, der bei der Abfassung vor allem auf die Slawenchronik Helmolds von Bosau, aber auch andere Chroniken und Urkunden aus dem fürstlichen und dem Doberaner Kloster-Archiv zurückgriff. Durch die Darstellung einer mythischen Vergangenheit und die Zurückführung des mecklenburgischen Fürstenhauses auf ein angebliches königliches Geschlecht wurde der Anspruch des Herzogs untermauert, auf einer Stufe mit Königen zu stehen. Eine Würdigung seiner eigenen Regierungszeit fehlt jedoch in der Handschrift. Mit dem Tod Albrechts II. 1379 wurde die Arbeit abgebrochen und das Werk, das nur bis zum Tod Heinrichs II. 1329 reicht, blieb unvollendet.

Mecklenburgische Reimchronik

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