Digitale Bibliothek

Projekte

Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 18. Jahrhunderts (VD 18)
Das von der Deutschen forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt VD 18 stellt die Fortführung der nationalbibliographischen Vorhaben „Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts“ (VD 16) und „Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts“ (VD 17) dar, wobei die Besonderheit des VD 18 darin besteht, dass das nationalbibliographische Unternehmen die Säulen Katalogisierung und Digitalisierung integriert.
Der Hauptphase des VD 18 wurde im Jahr 2009 zunächst eine Pilotphase vorgeschaltet, die auf einer von Klaus Haller erstellten Studie1 basierte. Das kooperative Pilotpr-jekt wurde von der Staatsbibliothek zu Berlin, der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle, der Bayerischen Staatsbibliothek in München und dem Institut für Historisch-Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung der Universität zu Köln beantragt und durchgeführt. Ziel der Pilotförderung war die Entwicklung gemeinsamer Standards und Workflows, wobei unter anderem durchschnittliche Seitenpreise für die Erschließung und Digitalisierung ermittelt werden sollten.
Mit Abschluss der Pilotförderung und nach Auswertung der Ergebnisse der kooperativen Pilotphase wird nun der zweite Abschnitt der Hauptphase eröffnet. Ziel der Förde-rung der Hauptphase ist es, die Anzahl der auf nationalbibliographischem Niveau er-schlossenen und digitalisierten VD 18-Drucke weiter zu erhöhen.
Die Universitätsbibliothek Greifswald nimmt ab 1.10.2016 an diesem Projekt teil.

Vitae Pomeranorum

In der Sammlung Vitae Pomeranorum befinden sich vor allem sogenannte Personal- und Gelegenheitsschriften der frühen Neuzeit: Drucke, die in geringer Auflage zu besonderen Anlässen hergestellt wurden, etwa Hochzeits-, Tauf- und Trauergedichte, Leichenpredigten, Jubiläumsschriften, Lebensbeschreibungen und Stammtafeln sowie Einladungen zur Verleihung akademischer Grade, wodurch diese Stücke besonders für die genealogische und regionale Forschung und für die Geschichte der Druckkunst von Bedeutung sind.

Unter diesen Vitae sind 171 Drucke aus dem 16. Jh., 5531 aus dem 17. Jh. und 2986 aus dem 18. Jh.
In deutscher Sprache sind davon 4456 Titel, in lateinischer 4145, in schwedischer 228 und in französischer Sprache 9 Titel.

Aus pommerschen Druckorten stammen 6788 Titel. Die angesprochenen Personen sind überwiegend Persönlichkeiten aus Pommern und aus Schweden.

Durch Mittel der Agnes-Lohmann-Stiftung werden in einem Kooperationsprojekt mit der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel die Drucke erschlossen und digitalisiert.

Programmbibliothek Moorforschung und Naturschutz

Etwa 50 Wissenschaftler und Experten sind in der Greifswalder Moorforschung tätig und leisten aktuell entscheidende Forschungsbeiträge, etwa zur Klimarelevanz der Moore: Denn Moore machen zwar nur drei Prozent der Erdoberfläche aus, speichern jedoch mehr CO2 als der gesamte Waldbestand der Erde. Moorforschung hat am Standort Tradition, 1826 wurden erste torfbotanische Untersuchungen in Greifswald publiziert. Prof. em. Dr. Michael Succow, Träger des alternativen Nobelpreises und einer der führenden deutschen Moorökologen, legte während seiner Professur den Grundstein für den Schwerpunkt Moorforschung als Teil der Landschaftsökologie in Greifswald und konnte mit Hans Joosten einen der heute führenden Moorforscher für Greifswald gewinnen, welcher 1996 die Arbeitsgruppe „Moorkunde und Paläoökologie“ initiierte.Moorbibliothek - Michael-Succow-Stiftung
Ebooks on Demand (EoD)
Europäische Bibliotheken bewahren Millionen von Büchern aus der Zeit von 1500 bis 1900 auf. Wegen ihres Alters und Werts sind die Publikationen allerdings häufig nur vor Ort benutzbar.

Mit dem EOD-Service werden diese verborgenen Schätze jetzt mit ein paar Mausklicks für jedermann verfügbar. Nutzer sind in der Lage, eBooks über die ihnen vertrauten Bibliothekskataloge zu bestellen; die Bibliotheken digitalisieren dann die gewünschten Werke und stellen sie dem Nutzer über das EOD-Netzwerk zur Verfügung. Die auf diese Weise digitalisierten Bücher werden gleichzeitig in die Digitalen Bibliotheken der teilnehmenden Institutionen aufgenommen und so über das Internet zugänglich gemacht. Seit 2009 können diese Bücher auch zusätzlich zur digitalen Version als Nachdrucke in der Form „echter“ Bücher bestellt werden.

Der EOD-Service wurde im Rahmen des Projekts "Digitisation on Demand", kofinanziert über die  eTEN Programmlinie , begonnen.

Dieses EU-Projekt wurde im Oktober 2006 mit 13 Bibliotheken aus 8 europäischen Ländern ins Leben gerufen und lief bis Juni 2008.

Im Juli 2008 schufen diese 13 Bibliotheken, darunter die Universitätsbibliothek Greifswald,  als Gründungsmitglieder EOD als nachhaltiges dauerhaftes Netzwerk. Seitdem sind stetig andere Bibliotheken aus weiteren Ländern dem Netzwerk beigetreten - die sog.. „assoziierte Mitglieder“ die nun auch den EOD-Service anbieten.

Von Mai 2009 bis April 2013 wurde EOD durch die EU im  Programm Kultur kofinanziert. 20 Bibliotheken aus 10 europäischen Ländern nehmen an diesem Nachfolgeprojekt teil, um hauptsächlich die 3 folgenden Ziele zu verfolgen:
• das EOD-Netzwerk mit neuen europäischen Mitgliedern erweitern
• das EOD Netzwerk als Best Practice Modell für andere europaweite Kooperationen sichtbar zu machen und die Erfahrungen anderen Institutionen weiterzugeben
• den interkulturellen Dialog bei LeserInnen von historischen Büchern mit Hilfe der Integration von Inhalten in Web 2.0 Seiten unterstützen

Pilotprojekte zur Digitalisierung von Kulturgütern aus Mecklenburg-Vorpommern

Das Pilotprojekt wurde im Auftrag des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern in der Zeit von November 2010 bis April 2011 an der Universität Greifswald durchgeführt.

Es besteht aus den drei Projektabschnitten:

  1. Technische Weiterentwicklung bestehender Softwarekomponenten zur Übernahme von bereits erfassten Metadaten und Anpassung des lokalen Viewers für museale und archivalische Objekte.
  2. Durchführung von kleinen Pilotprojekten zum Testen der in Punkt 1 entwickelten Softwarelösungen.

  3. Ist-Stand-Analyse: Erfassung der im Land Mecklenburg-Vorpommern vorhandenen schützenswerten Kulturgüter, die nach einer zu beschließenden Prioritätenliste nach und nach digitalisiert in die Europeana überführt werden. Gleichzeitig dient diese Übersicht als Planungsgrundlage für ein künftiges Langzeitarchivierungskonzept.

In einer zweiten Projektphase wurden beispielhaft neben den Bibliotheken und Archiven auch der Museumsbereich mit seinen Kulturschätzen in das gemeinsame digitale Portal integriert. Damit wurde das Konzept der spartenübergreifenden Zusammenarbeit von Archiven, Bibliotheken und Museen konsequent fortgeführt.